Bewegte Bilder

Anno 2006 begann ich damit, Videos fürs Web zu drehen, was dazu führte, dass ich nun hauptsächlich Fernsehen fürs Fernsehen mache. 🙂

Derzeit bereite ich den Dreh eines 90-minütigen Spielfilms vor, bei dem ich neben dem Drehbuch auch die Regie übernehmen werde. Fertigstellung: Irgendwann im Laufe des Jahres 2020. Mehr dazu: demnächst.

Im Herbst 2019 wird im ZDF „Ins Gesicht geschrieben“ ausgestrahlt, ein 90-minütiger Kriminalfilm aus der Reihe „Wilsberg„,  dessen Drehbuch ich schreiben durfte. Die Handlung:

Ekki will zum Firmenjubiläum eines Freundes nach Bielefeld fahren. Wilsberg fährt mit, um seinen Freund Manni Höch zu besuchen. Doch aus dem Treffen wird nichts. Die Smartphone-App »Face23«, die Menschen per Gesichtserkennung identifiziert und alle im Netz verfügbaren Informationen zu einer Person zusammenträgt, sorgt gerade für Aufsehen. Als plötzlich ein Video im Netz kursiert, das Alex neben einem Toten zeigt, gerät sie unter Mordverdacht.

Im November 2018 habe ich kurz beim Dreh in Bielefeld vorbeigeschaut:

Nachwuchs-Drehbuchautor (mitte) mit ZDF-Fernsehlegenden (rechts und links)

Das Entwickeln eines Drehbuchs für eine derart etablierte (mein Film ist die Nummer 64, seit 1995) und erfolgreiche Reihe, war für mich ein Ritt durch mir zuvor völlig unbekannte Kreativregionen – my own private Neuland. Und weil ich dabei wohl weder das Pferd noch sonstige Beteiligte totgeritten habe, schreibe ich genau jetzt an meinem zweites Wilsberg-Drehbuch. 🙂

Mein erster fiktionaler Fernsehfilm kam im Februar 2016 im ZDF zur Welt und heißt „Operation Naked“. Er liegt seitdem fröhlich im Netz herum.

Ein paar Monate nach der wiederholten Ausstrahlung im deutschen Fernsehen, interessierte sich unerwarteterweise das Public TV in Taiwan für den Film und zeigte eine chinesisch bearbeitete Fassung – mit einleitender Studiodiskussion zum Thema. Das füllte sich mittelschwer bizarr an.

Operation Naked, man beachte die Untertitel in Mandarin

Ursprünglich komme ich von den Dokumerfilmen, die sich damit beschäftigen, wie das Digitale unsere Gesellschaft und unser Leben verändert. Hier beispielsweise „Ich weiß, wer Du bist„, ein Film für Arte und für das ZDF, den ich im thematischen Windschatten  von „Operation Naked“ platziert habe.

In der ZDF-Mediathek findet sich leider nicht mehr mein Dokumentarfilm „Game of Drones – Die Multicopter-Revolution“ (hier eine Wildversion auf Youtube), der zu Weihnachten 2016 auf ZDFinfo lief und ebenfalls nicht mehr meine Doku „Im Netz der Lügen“ von 2017 (hier eine Wildversion auf Youtube). Zu den Gründen für die Depublikationspflicht der Öffentlich-Rechtlichen und deren Nebenwirkungen fragen Sie bitte Ihre Landespolitiker oder Zeitungsverleger.

Der Elektrische Reporter, wurde von 2008 bis 2016 wöchentlich auf ZDF info ausgestrahlt und war ein Magazin, das den Menschen dort draußen im Lande Themen rund um Netzkultur, Netzpolitik und den Digitalen Wandel näher brachte. Auslandsberichterstattung aus Digitalien, quasi. Meinereiner war Moderator, Redaktionsleiter, Produzent und Erfinder der Serie.


[ZDF-Mediathek] [Youtube-Kanal]

Bevor der Elektrische Reporter eine Fernsehsendung wurde, war er eine Webvideo-Reihe, die ich als Ein-Personen-Produktion im Auftrag des Handelsblatts realisierte. Die erste Folge ging Anno 2006 online und sah so aus:

2007 wurde ich für den Elektrischen Reporter mit dem Grimme Online Award in der Kategorie Wissen und Bildung ausgezeichnet und im gleichen Jahr mit dem Lead Award in silber. Kürzlich hat mir das Goethe Institut zu dieser Sendereihe ein paar Fragen gestellt.

Die Taz schrieb über den Elektrischen Reporter:

“Mario Sixtus gehört mit seinem elektrischen Reporter schon seit Jahren mit zu dem Besten, was der hiesige Journalismus zu Internetthemen zu bieten hat – erst unabhängig vom ZDF, nun in dessen Dienst. Im deutschen Fernsehen informiert niemand so treffend über eBook-Markt, Internetaktivisten, Datenjournalismus oder alles andere, was gerade so ansteht. Vor allem mit einer Masse von Bildideen für dröge Internetthemen, von denen sich andere Redaktionen noch ziemlich viel abgucken könnten. Da werden die Geschichten interessanter Netzprotagonisten anhand eines Tweets erzählt oder aber darüber spekuliert, wie sich technische Entwicklungen von heute auf die vernetzte Welt von morgen auswirken können. Ach wären doch alle ZDF-Sendungen optisch und inhaltlich so weit vorne! Und alle Moderatoren so herrlich trocken wie Sixtus.”

Die Computersendung “neues” auf 3sat belieferte ich rund zwei Jahre lang mit der wöchentlichen Glosse “Sixtus vs. Lobo”. Hier eine Folge mit ein wenig Sprechgesang:


[Youtube-Kanal]

Hier eine historische Episode, die bestimmt schon 100 Jahre alt ist:


[Youtube-Kanal]

Und hier eine Episode aus der Zukunft, die per Zeit-Wurmloch zu uns kam:


[Youtube-Kanal]

Kurz bevor die Sendung “neues” von 3sat abgesetzt wurde, gingen auch Sixtus und Lobo von Bord. Hier die letzte Folge:


[Youtube-Kanal]

Wofür ich immer wieder gebucht werde: erklären. Hier habe ich beispielsweise Anno 2012 ein  Filmchen für die Landesanstalt für Medien NRW zurechtgesägt, über die vier Großen im Internet: Apple, Google, Facebook, Amazon, kurz: AGFA.


[Youtube-Link]

Und manchmal mache ich auch einfach nur Quatsch.

Einer meiner größten Video-Hits ist interessanterweise ein politisches Video, ein Kampagne-Clip gegen die Netzneutralität-verachtenden Pläne der Telekom im Jahr 2013. Ein Filmchen, das ich gemeinsam mit Alexander Lehmann realisiert habe und das für den Webvideopreis 2014 nominiert wurde: Telekom – Netz der Zukunft.

Was Netzneutralität überhaupt und warum sie so wichtig ist? Das habe ich irgendwann einmal im heute journal erklärt:

Weiter im Text: Über SixtusSchreibereiBlogKontakt.

Referenzen

Autor: Mario Sixtus